Die Legende von Atlantis

Platon
(ca. 428 - 348 v. Chr.)

Mehr über Atlantis

Seit über zweitausenddreihundert Jahren beschäftigt die Menschen die Legende um Atlantis, jenem versunkenen Kontinent, der lange vor den Weltreichen der Römer, der Perser und der Ägypter bereits eine Hochkultur trug.

Quelle der Legende ist der griechische Philosoph Platon. Er beschrieb Atlantis ausführlich in seinem Dialog "Kritias", nachdem er das Reich fünf Jahre zuvor in seinem Werk "Timaios" zum ersten Mal erwähnt hatte.

Atlantis, so erklärte er, habe neuntausend Jahre vor seiner Zeit existiert. Es handle sich dabei um eine Landmasse, die man mit Fug und Recht einen  Kontinent nennen könne, denn sie sei "größer als Asien und Libyen zusammen" (damit waren die bekannten Teile des Nahen Ostens und Nordafrikas gemeint). Gelegen habe soll Atlantis jenseits der Straße von Gibraltar und mehrere Wochen Schiffsreise entfernt.

Vieles, was Platon in "Kritias" beschreibt, klingt mehr als unwahrscheinlich, und beispielsweise lassen sich der angegebene Zeitraum und die Behauptung, die Atlanter hätten gegen die Athener kämpft (Athen wurde erst viel später besiedelt), nicht miteinander vereinbaren. Weil die Geschichte Platons so phantastisch klingt, haben sich vermutlich hundertmal mehr Künstler und Autoren als seriöse Wissenschaftlicher mit ihr beschäftigt.
Zugleich ist die Beschreibung aber sehr detailliert, und wenn auch nicht alles stimmen kann, bleibt ausreichend Spielraum für Spekulation:

Welche Teile von Platons Bericht sind wahr ...?

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